Thursday, October 20, 2011

10

10 Jahre sind es nun auf den Tag, dass wir in die grosse weite Welt zogen. Jeder bestückt mit zwei Koffern und einem Rucksack standen wir vor 10 Jahren in der Hamburger Abflughalle des Flughafens und sagen unserer alten Heimat und unseren Familien auf Wiedersehen. 10 Jahre, in denen so viel passiert ist. Da sind die Freunde, die kamen und wieder gingen. (Leben in einer Universitätsstadt bedeutet, dass Menschen im Schnitt alle 4 Jahre wegziehen.) Da gab es meinen ehrenamtlichen Job als Lehrerin für Englisch als Fremdsprache. Da gab es Wanderungen in den Wäldern und auf den Bergen. (Für einen Fischkopp wie mich sind auch Mittelgebirgshügel Berge...) Da gab es das grosse Wunder, die Geburt des Kleinen Mannes. Da gab es die Professor für den Langen Mann (und die Schur seiner langen Haare). Ein Auto wurde gekauft. Ein Haus. Dann noch ein Auto. Die Ringelin wurde erst Kantoren und erschreckte dann die ganze Familie mit der Ankündigung "Ich gehe ins Kloster!" "Ich will Theologie studieren und Pastorin werden." Es gab Besuche von Drüben und Besuche nach Drüben. Es gab Heimweh, Sehnsucht und Dankbarkeit auf dieser Seite des Ozeans zu leben. Es gab eine Greencard für den Ringelmann und mich.

Nach 10 Jahren hier leben kann ich sagen, dass die USA weder das Paradies auf Erden ist, noch die böse Hölle nebenan. Es ist unser Zuhause und wir sind hier glücklich. Ja, wir sind die Immigranten, die, die Dinge anders machen. Wir sprechen mit Akzent und feiern Weihnachten am 24.12. Andererseits haben wir hier Freiheiten, die wir in Deutschland nicht haben.

Vielleicht leben wir in 10 Jahren wieder woanders. Oder den Kleinen Mann packt die Wanderlust und es zieht ihn in die weite Welt. Aber im Moment sind wir alle drei glücklich hier zu sein. Trotz allem...
 Und so sehen 10 Jahre aus:

Kleiner Mann im Schnee
Wanderungen im Herbst


Großer Wasserfall

Kleine Wasserfälle


Madame Ringel und die Bauchtanztruppe

Noch mehr Schnee

Beim Pow Wow



Nach dem Tornado





Mein ganz persönlicher Leuchtturm

Mr. Snowman

Noch ein Leuchtturm



St. Kleinstadt



St. Kuhdorf

Ringelvikarin

Touchdown, das Maskottchen der heimischen Footballtruppe

Alle Wetter (nicht nachgearbeitet!)

Kirchenparkplatz

Sagte ich schon, dass ich Leuchttürme mag?

Spätherbst

Der See dampft, weil die Aussenluft so kalt ist (-37*C)

Lagerfeuer und Nachtwanderung im Januar

NY, NY

Libby

Dachwägli (so heissen die Dinger in der Sprache, die die Mennonites sprechen)

Der Wasserfall hat einen hübschen und unaussprechlichen indianischen Namen. Übersetzt lautet er: Fallendes Wasser. Wie sonst?

4th of July (weil auch wir können Amerikanisch...)

Drachenbootrennen

Löwentanz

Amerikanische Talare sehen aus wie Bademäntel! 

Indian Summer 2011

4 comments:

dasmiest said...

Tolle Bilder! Mich zieht es so gar nicht in die USA, aber die Landschaft, die ihr da habt, die ist schon... hach. Und der Bauchtanz sieht toll aus.

stettnersinusa said...

Wow, 10 Jahre... So lange werden wir im Reich zwischen Himmel und Hölle nicht bleiben. Komme immer wieder gerne bei den Ringelstrümpfen vorbei und verfolge deren Neuigkeiten. Viel Glück für die nächsten 10!

Anonymous said...

An die Rasur erinnere ich mich auch noch - so lange sind wir schon dabei!
Auf die nächsten zehn Jahre

...die SPillie-Mama

Wolfram said...

Also "meine" Mennoniten fahren Blechautos...

und du bist Kantorin (gewesen)? Ich habe auch eine kirchenmusikalische Vergangenheit...