Monday, August 31, 2009

Wochenende - Rückblick

  • die erste Hauswand fertig gestrichen und dann ein bisschen geweint, weil der Regen die Farbe wieder weggewaschen hat
  • den neuen Drucker installiert, nachdem der Scheeleopard den alten nicht mehr erkannte
  • mit einem kleinen, schreienden, rotangelaufenen Giftzwerg durch Bärenstadt gelaufen. Der Kleine Mann hatte bis jetzt ja keine Trotzphasen. Ich hätte auch weiter drauf verzichten können.
  • eine Woche mit den zwei beiden noch, dann geht's wieder gen Philly. Ich mag nicht!
Eigentlich sollte ich mich schämen. Wenn ich noch belangloser schreibe, beschwert sich wahrscheinlich mit Laptop!!!

Ihnen also einen schönen Tag und möge Ihnen hoffentlich nur Belangloses passieren. Wie sagt man so schön: Keine Nachrichten sind gute Nachrichten.

In diesem Sinne...

Saturday, August 29, 2009

Danke

Ihnen allen ganz ganz lieben Dank fuer all die vielen und lieben Wuensche und Gruesse.

Und wenn ich Glueck habe, liest sogar irgendwann auch mal der Herr Ringel was schon gestern fuer ihn gedacht war...

Friday, August 28, 2009

Heute

Heute vor zehn Jahren waren Deine Haare noch lang.
Heute vor zehn Jahren hast Du zum ersten und einzigen Mal Weste und Fliege getragen.
Heute vor zehn Jahren waren wir beide sehr aufgeret.
Heute vor zehn Jahren durfte ich zwar Dir beim Anziehen helfen aber Du nicht mir.
Heute vor zehn Jahren hat meine Mutter mir gesagt, dass sie sich schaemt etwas so Haessliches wie mich zur Tochter zu haben.
Heute vor zehn Jahren war ich so gluecklich, dass mich das nicht mal wirklich verletzt hat.
Heute vor zehn Jahren war unser Leben anders, aber nicht Schoener.
Heute vor zehn Jahren haben wir festgestellt, dass der Juwelier die Ringe vertauscht hat.
Heute vor zehn Jahren bin ich so oft wie nie wieder in meinem Leben fotografiert worden.
Heute vor zehn Jahren war es heiss.
Heute vor zehn Jahren hatten wir einen wunderschoenen Vollmond.
Heute vor zehn Jahren erzaehlte mir jemand, dass das heutige Datum wichtig sei, weil der Herr Goethe da Geburtstag habe. (Fand ich nicht wichtig, aber vergessen hab ich's auch nicht mehr...)
Heute vor zehn Jahren habe ich nicht gewusst, was alles noch kommen wuerde, aber ich danke Dir fuer jeden Tag.

Heute liebe ich Dich mehr as je zuvor und morgen werde ich Dich noch ein wenig mehr lieben.

Ich liebe Dich, Ringelmann. Danke fuer die letzten zehn Jahre!

Thursday, August 27, 2009

Geliefert

Postbote: "Tag, sind Sie Frau Punkt, wohnhaft in der ABC-Strasse?"

Ringel: "Nein, ich bin Frau Ringel, wohnhaft in der EFG-Strasse."

Postbote: "Gut, dann hab ich ein Paket fuer Sie!"


Eingeschmiert

"Mama, warum mag Oma G. nur Creme zum Geburtstag?"

"Weiss ich nicht, Kleiner Mann. Aber sie mag halt gern Bodylotion und Cremes. Deshalb verschenken wir das auch."

"Ah, ich weiss: wahrscheinlich weil sie so viele Falten hat."

Aeh, ja... genau....



Tuesday, August 25, 2009

Taschentuchknoten

Nur so fuer den Herren Ringel, falls er es noch nicht bemerkt hat:

Am Freitag ist ja Hochzeitstag und Herr Apfel war so nett und hat auch gleich das passende Geschenk fuer mich. Also falls Dir so gar nichts einfaellt, kannst Du ja mal beim Baerenbuecherladen vorbeischauen.

Und ein Schneeleopard ist ja fast auch sowas wie ein Baum (auf den ich jetzt seit etwa 10 Jahren warte...)

Also, wie waer's?

Immerhin

Manche Dinge aendern sich allerdings auch wiederum so gar nicht. Und so sitzt denn der Kleine Mann mit offenem Mund und entruecktem Laecheln auf dem Wohnzimmerfussboden und hoert sich die Zauberfloete an.

Schoen!

Einsichten

Nach einem Jahr hatte ich gedacht, dass sich doch manches geaendert haette. Aber die letzten Tage haben mir gezeigt, dass sich eigentlich gar nichts geaendert hat - hoechstens ich selbst.

Das zu wissen ist ja auch nett zu wissen...

Sunday, August 23, 2009

Laemmchen

Immerhin hatte Petrus gestern Abend ein Einsehen mit uns: waehrend des jaehrlichen Lammgrillens be einem unserer Freunde ist es trocken geblieben. (Wenn man denn bei 99% Luftfeuchtigkeit von "trocken" sprechen kann.)

Jedenfalls war es schoen, das Lamm sehr lecker und der Kleine Mann heute Morgen so muede, dass er doch tatsaechlich bis 9h geschlafen hat.

Und um das Schoene noch zu steigern, treffen wir uns heute mit Matthias Doktoranten zum Grillen. (Nun ja, man kann nicht alles im Leben haben...)

Saturday, August 22, 2009

Schuldig

Er ist Schuld, der Herr Ringel. Kaum beschliesst er, unser Haus zu streichen, ist das schoene Sommerwetter vorbei und draussen ist es nur noch regnerisch und heiss.

Nicht fair. Gar nicht fair!

Friday, August 21, 2009

Unterschiede

Immerhin der Kleine Mann ist gluecklich; es regnet. Und so darf er denn seine neuen Gummistiefel auprobieren noch bevor er ueberhaupt gefruehstueckt hat.

Bei uns haelt sich die Freude in Grenzen, hat doch der Regen die gestern gestrichene Hausfarbe wieder angeloest!

Manchmal ist erwachsen-werden doof!

Thursday, August 20, 2009

Schlumpfig

Ich bin ja eigentlich immer fuer Quatsch zu haben, aber mein neuer Nagellack laesst mich ausssehen wie Schlumpfine.

War doch doch nicht das Wahre, dieses blau aus dem Sondernagebot!

Waehrend

der Herr Ringel das Haus in meiner... aeh... Viert- oder Fuenft-Lieblingsfarbe streicht (fragen Sie nicht. Photos folgen...), guckt Frau Ringel per Lifestream die kirchenweite Versammlung der ELCA (dem amerikanischen Aequivalent zur EKD).

Manchmal ist Asthma-haben gar nicht so schlecht...

Beweis

Und zum Beweis hier ein paar Bilder...


Zeitreise


Haengematte


Wendetasche





Gelerntes

Als ich vor einem Jahr in meinem Bewerbungsessay angeben musste, was mir denn am Schwersten fiel, sagte ich ganz lapidar: Selbstliebe. Schliesslich hatte der nette Mensch von psychologischen Gutachten (das muss hier jeder machen der Pastor werden will) genau das gesagt. Richtig wichtig fand ich das Ganze ja nicht, aber es gab mir jedenfalls etwas zu schreiben.

Ein Jahr spaeter...

"Man kann nur anderen helfe, wenn man noch lebt!" warf mir meine Mentorin nach 6 Wochen Praktikum an den Kopf. Sie koennen es sich denken, der nette Mensch hatte natuerlich Recht und Frau Ringel hatte die ersten 6 Wochen ihres Praktikums noch ueberhaupt nichts fuer sich selbst getan - und war nun kurz vor dem Zusammenklappen.

Wie? Was? Fuer mich selbst sorgen? Warum? Bin ich doch gar nicht wert. Brauch ich nicht. Es war eine schwierige Zeit. Aber irgendwann hab ich dann eingesehen, dass ich damit meiner Vergangenheit sehr, sehr viel Platz in meiner Gegenwart gebe. Das wollte ich nicht. Und so habe ich in den letzten Wochen immer mehr versucht, auch etwas fuer mich zu tun. Nicht nur fuer die Bewohner, meine Familie, die Kirche oder sonstwen, sondern fuer mich ganz allein.

Und so schickte ich den kleinen und den langen Mann alleine zu einem Kindergeburtstag waehrend ich in der Haengematte lag. Entstaubte ich meine Naehmaschine und naehte etwas nur fuer mich. Zog ich ein langes Kleid an und spielte Renaissance.

Und wissen Sie was, es ging mir nicht nur besser, ich arbeitete auch besser.

Wie heisst das hier so schoen?

Go figure!

Wednesday, August 19, 2009

Dankbar

Meine Kirche, also nicht die Kirche im Dorf, sondern die Evangelical Lutheran Church in America, hat heute beschlossen, dass Homosexualitaet nicht mehr Verdammnis und Suende nach sich zieht, sondern dass homosexuelle Veranlagung ein Geschenk Gottes ist. Damit sind gleichgeschlechtliche Partner endlich kirchlich gleichberechtigt. Am Freitag wird abgestimmt, ob homosexuelle Pastoren denn nun auch Partner haben duerfen. Bis jetzt haben sie naemlich zoelibat leben muessen.

Aber man darf hoffen (und ganz viel beten, wenn einem denn danach ist)!

Uebrigens...

... Wie Ihnen vielleicht aufgefallen ist, hat Frau Ringel es aufgegeben auch noch auf Englisch zu schreiben. Zu muehsam. Da schreib ich dann naemlich gar nicht mehr. Also erst mal nur einsprachig!

Urlaub Zuhause

"Frau, Du hast Urlaub", sprach der gute Ehemann, als ich endlich aus der Versenkung, will sagen, aus Philadelphia zurueck kam. Und damit es dann auch so richtig urlaubsschoen ist, hat er beschlossen, unser Haus zu streichen.

Irgendwie hatte ich mir meinen Urlaub anders vorgestellt...

Tuesday, August 18, 2009

Aufklaerung, bebildert

Der Sommer in Bildern

Pflegestation waehrend Tiertherapie



Konfessionsuebergreifende Kapelle


Die Sakristei, das "Buero" der Chaplain-Interns (so der offizielle Titel fuer das, was ich grad gemacht habe. Und drei Stuehle, weil wir drei Praktikanten waren. Jeder auf einer anderen Station.)


Man spricht auch mit Augen und Herzen gut, wenn Altersdemenz die gesprochene Sprache zerstoert hat...


Aufenthaltsraum

Aufklaerung

Ich koennte es ja einfach ganz kurz machen. Koennte einfach drei Buchstaben schreiben und schon wuesste jeder, warum ich so abwesend war. Jedenfalls jeder, der es auch in diesem Sommer gemacht hat. (Was damit so ziemlich jeden normalen Menschen ausschliesst...) Nein, nicht schwanger sein (schoen waer's...), auch nicht verreist sein auf der einsamen Insel (das waere noch schoener gewesen).... Stattdessen habe ich, wie auch meine 27 Studienkollegen, diesen Sommer mein Praktikum absolviert.
12 Wochen als konfessionsuebergreifender Kaplan in einem Alten - und Pflegeheim.
Was ich dort gemacht habe? Ich war Seelsorgerin fuer 72 dementzkranke Bewohner jenes Heimes. Habe mir ihre Lebensgeschichten angehoert (interessant und schwierig wenn drei der Bewohner Holocaustueberlebende sind), habe Gottesdienste fuer Christen und Juden gehalten (genau genommen habe ich Sh'ma Yisrael haeufiger gebetet als das Vater-unser) und war "einfach" da, wenn man mich brauchte. Zwoelf Wochen lang habe ich 8 Stunden pro Tag mit Leuten gebetet, mit ihnen geweint, gelacht, getrauert, habe Haende von Sterbenden gehalten, habe zitternde Haende beim Warten auf den Arzt in der meinen gehalten und habe mit Familienangehoerigen und Hinterbliebenen gesprochen.

Am Ende jeder Schicht gab es nichts, was ich noch machen wollte oder konnte. Bloss keinen sehen, bloss nichts schreiben, bloss nichts unternehmen; nur noch Schlafen.

Das Altenheim war uebrigens in Philadelphia; ich also fuer 12 Wochen mit einigen wenigen Unterbrechungen von meiner Familie getrennt.

Ich habe unendlich viel gelernt, gehoert und erlebt. Und jetzt bin ich unendlich dankbar, das es endlich vorbei ist!

Monday, August 17, 2009

Aufklaerung, Vorwort


Ich muss es gestehen: waehrend des Semesters bin ich einfach zu faul zum Schreiben. Denn wenn ich bis 2 h morgens an meinen Hausaufgaben gesessen habe, moechte ich einfach nur noch ins Bett und nicht noch einmal 15 min mit Schreiben verbringen.

Ach ja, Seminary. Schulde ich Ihnen da nicht auch immernoch Bilder?

So sah mein Zimmer frueher aus. Ich weiss, der Charm einer Wartehalle...





Zimmer neu:





Das Seminary von aussen



Refektory (Esssaal)



Seminary-Kapelle

LTSP Chapel


Hmm, irgendwie bin ich schon wieder nicht zu meiner Geschichte gekommen. Aber morgen bestimmt. (Und immerhin gab's endlich die Bilder...)


Sunday, August 16, 2009

Versprochen

Und morgen erzaehle ich Ihnen warum hier so lang Funkstille war.

Oh, und bevor ich's vergesse: ganz vielen, lieben Dank fuer all die lieben Anfragen. Sie wissen ja gar nicht, wie sehr Sie mir damit geholfen haben. Aber das erzaehle ich dann ja morgen...